Bei technischen Geräten und Apps liest man manchmal den Begriff „kuratiert“. So werden am iPhone oder Mac manchmal „Fotos kuratiert“, während man bei Spotify „kuratierte Playlists“ findet.
„Kuratieren“ findet sich aber nicht nur im technischen Bereich. Das Wort hat seinen Ursprung in der lateinischen Sprache und bedeutet so viel wie „sich sorgen für“ oder „kümmern um“.
„Fotos werden kuratiert“: Was bedeutet das beim iPhone?
Allgemein übersetzt heißt „kuratiert“, dass jemand oder etwas bestimmte Daten, Objekte oder etwas anderes verwaltet, betreut und organisiert.
In iOS und MacOS gibt es in den Fotos-App eine Funktion, die Bilder „kuratiert“. Dabei werden automatisch Inhalte durchsucht und verwaltet und zum Beispiel sortiert nach Orten oder Personen angezeigt, die darauf erkannt wurden. Daneben lassen sich so ähnliche Bilder automatisch ausblenden. Das Feature wurde mit iOS 13 eingeführt. Fotos werden zum Beispiel für die „Rückblicke“-Funktion beim iPhone „kuratiert“, also nach entsprechenden Ereignissen, Reisen und Zeitpunkten sortiert. Wird die Sammlung mit der iCloud synchronisiert, wird die Mediathek geräteübergreifend kuratiert. Die Bilder werden automatisch im Hintergrund analysiert. Je nach Dateiumfang kann der Vorgang sehr lange dauern.
Kommt auch oft im Tech-Bereich vor – das Wort „chronologisch“, hier schnell erklärt:
„Kuratierte“ Playlists bei Spotify und Co.
Auch bei Musik-Streaming-Diensten liest man den Begriff immer wieder. „Kuratierte“ Wiedergabelisten gibt es zum Beispiel bei „Apple Music“ oder Spotify. Dabei handelt es sich nicht um Playlists, die von einem Algorithmus anhand eures bisherigen Hörverhaltens automatisch erstellt wurden, sondern „von Hand“ zusammengestellte Wiedergabelisten von echten Menschen. Kuratierte Wiedergabelisten sind zum Beispiel die „Happy Release Day“-Playlist, bei der die MoreCore-Redaktion jeden Freitag Lieder von neu veröffentlichten Alben sammelt oder die „Remember where you heard it first“-Liste, bei der die Metal-Hammer-Redaktion Lieder von allen im eigenen Podcast erwähnten Bands händisch einfügt.
Anders verhält es sich zum Beispiel bei der „Discover Weekly“-Playlist, die nicht von einer echten Person oder Redaktion, sondern automatisch aus euren bisher gehörten Songs zusammengestellt wird.