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2 Wochen lang Two Point Museum getestet: Verrückt und wunderbar komplex

Charakter aus Two Points Museum, Museumsgebäude und ein Skelett eines Einhorns.
Für unseren Test zu Two Point Museum mussten wir uns mit Exponats-Dieben herumschlagen. (© Screenshots und Bearbeitung GIGA)
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Die Two-Point-Reihe bietet Fans von Wirtschaftssimulationen die Möglichkeit, ihre Managementfähigkeiten unter Beweis zu stellen. Mit Two Point Museum präsentiert Two Point Studios ihren neuesten Ableger. In unserem Test der PS5-Version erfahrt ihr, ob dieses Spiel eure Erwartungen erfüllen und ob es begeistern kann.

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Ewelina Walkenbach

Fazit zu Two Point Museum

Mit Two Point Museum gelingt Entwickler Two Point Studios die Fortsetzung einer Reihe, die mich noch mehr begeistert als die beiden Spiele zuvor. Die bewährten Gameplay-Mechaniken wurden an das Setting angepasst und erweitert, der charakteristische Humor, der das Spiel von allen anderen Wirtschaftssimulationen abhebt, wurde beibehalten.

Der Umstand, dass das Spiel eine große Menge an Inhalten bietet, ist grundsätzlich zu begrüßen, könnte jedoch für Einsteigerinnen und Einsteiger im Genre Wirtschaftssimulationen herausfordernd sein. Die Kampagne ist jedoch gut strukturiert und bietet eine Einführung in die Spielmechaniken, die selbst Two-Point-Veteranen schätzen werden.

  • Veteranen der Reihe werden nicht enttäuscht.
  • Menschen, die humorvolle und kreative Ansätze in Spielen schätzen, werden Freude haben.
  • Spieler, die gerne Designs anpassen und personalisieren, kommen auf ihre Kosten.
  • Gamer, die gerne langfristige Ziele verfolgen und sich über längere Zeiträume in ein Spiel vertiefen.
  • Spieler ohne Geduld für Komplexität könnte die Vielzahl an Mechaniken und Optionen mitunter frustrieren.
  • Menschen, die detaillierte Erklärungen für jede Spielmechanik erwarten, könnten enttäuscht sein.
  • Spieler, die realistische Simulationen bevorzugen, könnten den humorvollen und fantastischen Ansatz des Spiels als unpassend empfinden.
8,2/10
Two Point Museum – Explorer Edition
Two Point Museum – Explorer Edition
Erscheint mit exklusiven Inhalten für PS5, PC und Xbox Series X.
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 28.03.2025 17:17 Uhr
Ewelina Walkenbach

Eine Wirtschaftssimulation, die heraussticht

Es ist und war immer vordergründig der Humor, der die Two-Point-Spiele zu etwas Besonderem macht und in nahezu allen Tests erwähnt wird. Das gilt aber auch für die Themenvielfalt, welche mit Two Point Museum ein gänzlich neues Level erreicht. Es gibt insgesamt fünf verschiedene Arten von Museen, die ihr aufbauen könnt. Auch wenn das durchgehend ähnlich funktioniert, stellt euch jedes Museum vor ganz eigene Herausforderungen.

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Die Auswahl reicht von klassischem urgeschichtlichem Museum mit Fossilien und Dinosaurierskeletten über ein Weltraummuseum bis hin zum Museum für Übernatürliches, das eindeutig zu meinen Favoriten gehört. Bemerkenswerterweise handelt es sich bei dieser Simulation um die erste ihrer Art im Bereich Museumsmanagement. Zumindest behauptet das Publisher SEGA.

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Two Point Museum Dinosaurierskelett Exponat
Fossilien und Dinosaurierknochen sind nur ein Thema, mit dem ihr euch bei Two Point Museum beschäftigen könnt. (© Screenshot GIGA)

Beinahe zum verrückt werden ist die Vielfalt der Gäste, die ihr in euer Museum locken müsst. Insgesamt gibt es 18 verschiedene Typen! Den Überblick über ihre Bedürfnisse zu behalten, fiel mir teilweise schwer, insbesondere im späteren Verlauf des Spiels.

Euer Museum, euer Abenteuer: Vielseitige Aufgaben für kreative Köpfe!

Im Mittelpunkt stehen drei Herausforderungen, die wir uns in unserem Test genauer angeschaut haben:

  1. Exponate beschaffen, platzieren und eine Umgebung schaffen, in der sie am besten zur Geltung kommen.
  2. Besucher anlocken, begeistern und so lange wie möglich im Museum halten.
  3. Personal zufriedenstellen, damit es bleibt und gute Arbeit leistet.
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Daraus ergibt sich ein höchst motivierender Gameplay-Loop, der euch mit vielen Abwechslungen bei der Stange halten will. Um diese Ziele zu erreichen, stehen euch verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu zählen beispielsweise Diebe fangen und für die Sicherheit der Exponate zu sorgen, ebenso wie geführte Museumstouren mit maßgeschneiderten Routen organisieren.

Ob mithilfe von Gastronomie-Angeboten, unterhaltsamen Spielen, Wissensvermittlung oder Souvenirläden - die Möglichkeiten, eure Gäste rundum zu versorgen, sind zahlreich. Die Diversität der Exponate sorgt ebenfalls an einigen Stellen für Aufregung. Insbesondere dann, wenn ein gefrorener urzeitlicher Bienenstock aufzutauen droht, weil ihr euch nicht um die Kühlung im Ausstellungsraum gekümmert habt.

Sind eure Exponate gut präsentiert, euer Personal zufrieden und die Gäste versorgt, dann könnt ihr euch um eure Kuratorenaufgaben kümmern, um die Sternebewertung des Museums zu erhöhen und in der Kuratorenklasse aufzusteigen. So schaltet ihr neue Gegenstände, Mods und Managementoptionen frei. Und falls ihr befürchtet, euch für ein Museumsthema entscheiden zu müssen: keine Sorge. Im späteren Verlauf könnt ihr viktorianische Geister zusammen mit Fossilien und Fischen in einem Museum anbieten.

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Um diese Exponate zu erhalten, geht ihr auf Expeditionen. Dafür stehen euch mehrere Karten zur Verfügung, auf denen ihr verschiedene Expeditionsorte entdecken könnt. Auf diesen Ausflügen lauern zahlreiche Gefahren und es kann sogar passieren, dass ein Expeditionsmitglied verschollen geht.

Two Point Museum Expeditionsorte auf der Karte
Die Ereignisse bei Expeditionen können sowohl negativ als auch positiv sein. (© Screenshot GIGA)

Spielerlebnis zwischen Genuss und Herausforderung

Die überwältigende Menge an Content kann für Spieler und Spielerinnen, die nicht viel Erfahrung mit Wirtschaftssimulatoren haben, sehr abschreckend wirken. Es gibt Spiele innerhalb des Genres, die für Einsteiger geeigneter sind als Two Point Museum. Grundsätzlich würde ich aber nicht davon abraten, es zu versuchen, denn die Kampagne ist auf eine Weise einsteigerfreundlich gestaltet, die es euch erlaubt, zu experimentieren.

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Tipp: Als Neulinge solltet ihr euch an vorgegebene Aufgaben halten und keine eigenen Wege gehen, bis ihr die Mechaniken verstanden habt. Veteranen der Reihe kommen aber definitiv von Anfang an auf ihre Kosten.

Was komplexere Wirtschaftssimulatoren ebenfalls mit sich bringen und wovon auch Two Point Museum nicht befreit ist, ist eine recht unübersichtliche Darstellung der Optionen. Dadurch, dass während der Kampagne nicht jede Kleinigkeit erklärt wird, musste ich an manchen Stellen selbst nach Lösungen suchen. In der Regel fand ich sie dann versteckt in den Tiefen der Registerkarten zahlreicher Ansichten.

So sehr der Humor ein großes Alleinstellungsmerkmal der Reihe ist, nach einigen Stunden habe ich ihn nicht mehr so stark wahrgenommen. An manchen Tagen habe ich sogar den Sound ausgestellt und nebenbei Musik oder einen Podcast gehört.

Die Vielfalt von Two Point Museum für einen fairen Preis

Selbst wenn ihr alle Exponate gefunden habt, bleibt das Abenteuer spannend, denn ihr könnt weitere Expeditionen unternehmen, um verbesserte Varianten dieser Exponate zu finden. Die zahlreichen Personalisierungsoptionen, die ihr nach und nach freischalten werdet, haben mich später im Spiel noch lange unterhalten. Ich habe einen ganzen Abend damit verbracht, die Tapeten, Böden und Personaluniformen anzupassen. Danach war ich wirklich begeistert von der Auswirkung dieser optischen Veränderungen. Für Spielerinnen wie mich fühlt sich das Ergebnis immer wie ein Triumph an.

Durch die Kampagne werdet ihr Schritt für Schritt in das Management der Museen eingeführt. Wer schon Spiele der Two-Point-Reihe gespielt hat, wird dennoch eine Einführung benötigen. Und die solltet ihr euch nicht entgehen lassen, denn das Tutorial ist bemerkenswert fesselnd. Es stellt die volle Komplexität des Museumsmanagements dar und ihr bemerkt dabei gar nicht so sehr, wie herausfordernd es letztendlich ist – wie ein Frosch im Kochtopf.

Two Point Museum Security-Bericht mit Diebsichtungen
Ihr erhaltet monatlich einen Bericht darüber, wie viele Diebe gesichtet und gefangen wurden. (© Screenshot GIGA)

Glaubt aber bloß nicht, dass eure Arbeit mit dem Aufbau eines großartigen Museums endet, denn sobald eine Aufgabe erledigt ist, folgt schon die nächste. Ein erfolgreiches Museum zieht nämlich Diebe an und so müsst ihr euch der Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung widmen. Man lernt eben nie aus!

Bei einem Preis von 29,99 Euro (Standardversion zum Release am 4. März 2025) bis 39,99 Euro (mit Vorabzugang bis zu 5 Tage vor Release und zusätzlichen Inhalten), bekommt ihr eine unglaubliche Menge an Content und ein Spiel, das euch über viele Wochen und gar Monate begleiten kann. Habt ihr nämlich alle relevanten Kniffe in der Kampagne gelernt, könnt ihr sie in der Sandbox anwenden und euer Museumsimperium ohne Einschränkungen bauen.

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