Herkömmliche Lithium-Akkus, egal wie weit sie entwickelt sind, haben entscheidende Nachteile, weswegen seit Jahren nach Alternativen gesucht wird. Ein Unternehmen aus Bonn hat nun eine Feststoff-Batterie entwickelt, die zahlreiche Probleme lösen will.
Feststoff-Akku wird serienreif: Entscheidende Vorteile
Das deutsche Unternehmen High Performance Battery (HPB) ist der Held der Stunde. Die Forscher haben laut eigenen Angaben den „weltweit ersten Feststoff-Akku mit überragenden Eigenschaften“ entwickelt. Der Akku ist nicht entflammbar, verwendet keinerlei Kobalt und ist deutlich länger haltbar. Während starke Lithium-Ionen-Akkus um die 1.000-1.250 Ladezyklen vertragen, gibt HPB an, dass der Feststoff-Akku mindestens 12.500 Ladezyklen schafft.
Der Festionenleiter besticht dadurch mit einer bis zu 50 Prozent höheren Umweltfreundlichkeit. Dazu verzichtet HPB in ihrem Akku auf das umstrittene Rohmaterial Kobalt, das teils zu menschenunwürdigen Bedingungen abgebaut wird. Ein weiterer Vorteil, der für den Einsatz in E-Autos spricht, ist die Möglichkeit zur Schnellladung und seine Tiefentladefestigkeit.
Im Gegensatz zu Flüssig-Akkus hätte das System von HPB nur in Ausnahmesituationen Probleme mit Kälte. Auch bei -40 Grad Celsius weist der Akku noch immer eine bessere Leitfähigkeit auf als weit verbreitete Nasszellen in optimaler Umgebungstemperatur bei rund 60 Grad Celsius (Quelle: zfk.de).
Die Mobilitätswende profitiert von Fortschritten in der Speichertechnologie – von guten Autos aber auch. Im Video seht ihr unser Fazit zum Opel Astra Electric.
Super-Akkus: Das Rennen um die besten Energiespeicher
Die Energie- und Mobilitätswende ist in vollem Gange und damit auch das Rennen um die sinnvollsten, effizientesten und wirtschaftlichsten Speichermöglichkeiten für Energie. Lösungen gäbe es theoretisch einige: Neben der Optimierung von herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus wird verstärkt versucht, die Abhängigkeit von seltenen Materialien zu reduzieren.
Resultate solcher Bemühungen sind beispielsweise Natrium-Ionen-Akkus, Lithium-Eisenphosphat-Zellen und nun auch die von HPB entwickelte HPB-Batterie. Noch hat der neue Festionenleiter keine ausreichend hohe Energiedichte für die Verwendung in der E-Mobilität. Hier hat CATL die Nase entschieden vorne. Der Super-Akku soll stark genug sein, um Flugzeuge batterieelektrisch zu betreiben.