Jeder Vierte schwingt sich aufs Pedelec: Die Beliebtheit von E-Bikes hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht – mit starken regionalen Unterschieden. Trotz steigender Verbreitung nutzen aber nur wenige das E-Bike für den täglichen Weg zur Arbeit.
E-Bike-Boom: Jeder vierte Deutsche fährt elektrisch
Neue Zahlen einer Umfrage des Energieversorgers E.ON zeigen einen klaren Trend: 24,7 Prozent der erwachsenen Deutschen besitzen ein E-Bike. Das Interesse ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – 2017 waren es erst 15,2 Prozent. Bei den über 50-Jährigen liegt der Anteil sogar bei über 27 Prozent, während in den jüngeren Altersgruppen 17,5 Prozent mit dem E-Bike unterwegs sind.
Besonders hoch ist die E-Bike-Dichte in Niedersachsen. Dort besitzt fast ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung ein Elektrofahrrad. Eine hohe Akzeptanz zeigt sich auch in Bundesländern wie Baden-Württemberg und Bayern, wo ebenfalls mehr als ein Viertel der Bürger ein E-Bike ihr Eigen nennen.
Am geringsten ist die Verbreitung in Berlin, wo nur 10,7 Prozent der Bevölkerung ein E-Bike besitzen. Hier sind die Zahlen sogar rückläufig – ebenso wie in den anderen Stadtstaaten Hamburg und Bremen. Hessen ist das einzige Flächenland, in dem der Anteil der E-Bike-Besitzer im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist.
Bei Berufspendlern haben sich E-Bikes noch nicht durchgesetzt: Trotz der hohen Verbreitung nutzen nur 6,8 Prozent der E-Bike-Besitzer ihr Rad auch für den Weg zur Arbeit (Quelle: E.ON).
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E-Bikes: Nachhaltigkeit und Technik im Fokus
21,5 Prozent der E-Bike-Besitzer gaben in der Befragung an, dass die geringere Umweltbelastung ein wichtiger Grund für den Kauf war. Das Nachhaltigkeitsbewusstsein zeigt sich auch beim Strom: 40,7 Prozent laden ihr Rad nach eigenen Angaben mit Ökostrom. Von den potenziellen E-Bike-Käufern können sich 28,8 Prozent vorstellen, beim Kauf auf einen Ökostromtarif umzusteigen.