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Wachsende Gefahr beim Online-Banking: Banken müssen viel mehr tun

Wer online die Finanzen führt, muss auf Betrüger achten. (© Getty Images / Kunakorn Rassadornyindee)
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Ob Sparkasse, Volksbanken oder Neobroker – Phishing-Angriffe auf alles, was online stattfindet und mit Geld zu tun hat, nehmen stark zu. Gerade die Banken müssten mehr dagegen tun, meint die Verbraucherzentrale. Denn wenn das Geld einmal weg ist, haben Kunden schlechte Karten.

Konto leergeräumt: Mehr Phishing-Angriffe nehmen Bankkunden ins Visier

Phishing-Angriffe nehmen bei Bankkunden stark zu. Das hält das Bundeskriminalamt (BKA) in der aktuellen polizeilichen Kriminalstatistik fest. Demnach ist die Zahl der Betrugsfälle mit Konten und Bankkarten seit 2018 um 45 Prozent angestiegen (Quelle: Handelsblatt). Im Vergleich zu 2022 ging es um 14 Prozent nach oben.

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Insgesamt rund 90.000 Fälle wurden 2023 bekannt, die Dunkelziffer dürfte nochmal deutlich höher ausfallen. Darin enthalten sind auch klassische Fälle von gestohlenen Bankkarten, doch dem Handelsblatt zufolge werden vor allem Phishing-Angriffe immer mehr. Das stellen auch Verbraucherschützer fest: „Unser Eindruck ist, dass Anzahl der Fälle und die Schadenssummen zugenommen haben“, so Claudio Zeitz-Brandmeyer vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV).

Der VZBV sieht Sicherheitslücken bei Banken als einen Grund des Problems: „Als eine Sicherheitslücke sehen wir zum Beispiel, wenn die Betragslimits für Überweisungen einfach aufgehoben werden können“, erklärt Zeitz-Brandmeyer. Es sei außerdem wichtig, direkt per Telefon mit der eigenen Bank Kontakt aufnehmen zu können, um im Fall der Fälle „eine betrügerische Überweisung noch aufhalten zu können.“

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Weg ist weg: Kontoinhaber haben schlechte Chancen auf Schadensersatz

Denn wenn das Geld erstmal weg ist, haben Kunden oft das Nachsehen. Von Betrügern erbeutete Beträge würden Banken meist nur ersetzen, wenn die Kunden sich keine grobe Fahrlässigkeit ankreiden lassen müssen. Wo genau da die Grenze verläuft, wird im Einzelfall entschieden.

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Auch TANs sind im Visier von Betrügern, ihr solltet sie daher nie weitergeben:

Mit diesen 5 TAN-Verfahren schützt ihr euch vor Hackern im Online-Banking! Abonniere uns
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Laut der europäischen Bankenaufsicht Epa bleiben Bankkunden im Durchschnitt auf satten 80 Prozent ihrer Verluste sitzen, wenn sie auf Betrug beim Online-Banking hereingefallen sind. Auch die deutsche Finanzaufsicht Bafin erklärt, dass Bankkunden wachsam sein müssten. Laut deutscher Kreditwirtschaft gilt der Grundsatz: Banken fragen nie Zugangsdaten fürs Online-Banking bei den Kunden ab, weder per Telefon, noch via E-Mail oder SMS.

Schreckgespenst Instant Payment: Neue Bezahlmethode lockt Betrüger an

Was den Geldhäusern sowie ihren Kunden in Zukunft noch mehr Ärger machen dürfte, ist der wachsende Anteil von Echtzeitzahlungen und -überweisungen. Bisher machen sie 17 Prozent des Zahlungsverkehrs in Europa aus. Banken müssen sie künftig aber ohne Aufpreis anbieten, was für einen Anstieg sorgen dürfte.

Das Problem: Auch für Betrüger sind Echtzeitzahlungen besonders attraktiv. Denn hier haben Betrugsopfer praktisch keine Chance, im Nachhinein noch einmal einzugreifen. Ist die Zahlung einmal getätigt, ist und bleibt das Geld weg – und zwar sofort. Verbraucherschützer fordern auch stärkere Sicherheitsvorkehrungen der Banken, weil Betrugsversuche durch Einsatz von KI und Echtzeittransfers in Zukunft noch häufiger vorkommen dürften.

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