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Kia EV4: Dieses E-Auto ist gleichzeitig ein Volltreffer und eine echte Enttäuschung

EV4 E-Auto-Konzept von Kia
Der EV4 von Kia als Konzept eckt optisch genau so an wie die Serienversion. (© IMAGO / ZUMA Press Wire / Ringo Chiu / Bearbeitung: GIGA)
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Was lange währt, wird endlich gut? Gilt nicht für den Kia EV4, zumindest in meinen Augen. Die Präsentation von Kias neuem Elektro-Pkw habe ich lange erwartet, weil das Modell fürs gesamte Kia-Lineup und den E-Auto-Markt einfach wichtig ist. Doch jetzt springt mir die Enttäuschung ins Gesicht.

Ein Kommentar von Felix Gräber

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Kia EV4: Ich hätte mir viel weniger vom Konzept gewünscht

Ich war wohl etwas zu naiv: Wer sich den taufrischen EV3 von Kia anschaut – was mein Kollege Peter bereits getan hat –, erkennt, dass Kia auf dem Weg zum serienreifen Modell in letzter Zeit nicht mehr weit vom Konzept abweicht. Ihr könnt euch den EV4 als Konzept oben im Bild gerne nochmal zu Gemüte führen. Ich habe vergeblich gehofft, dass es die Koreaner es hier doch anders machen würden – und wurde jetzt mit der vorgezogenen Präsentation enttäuscht:

Kia EV4 E-Auto
Der Kia EV4 in Limousinenform ist für mich keine Augenweide. (© Kia)
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Einen windschnittigen Eindruck hinterlässt der EV4 als Limousine immerhin. Aber gibt einige Punkte an dem neuen Elektroauto, die mich schon beim ersten Blick optisch abstoßen:

  • das überlange Heck
  • kantige Front, rundgeschliffenes Hinterteil
  • unterbrochene Blicklinien, etwa beim Übergang von den Seitenfenstern zur Heckscheibe
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Gerade in diesen Punkten, so würde Kia es wohl sagen, zeigt sich die neue Designphilosophie „Opposites United“ – Gegenteile vereint: kantig und rund, zum Beispiel. Was beim EV6 und EV3, sogar beim riesigen EV9 für mich funktioniert hat, geht beim EV4 aber einfach nicht auf. Buchstäblich passt bei diesem Stromer optisch vorne und hinten nichts zusammen.

Was den ganzen Anblick noch schlimmer macht: Für mich sieht der EV4 auch noch aus, als ob ein Tesla Cybertruck in die Schrottpresse geraten wäre. Einfach das Musk’sche Pickup-Ungetüm von oben und unten kräftig gestaucht – schon steht ein EV4 vor euch. Schaut ihn euch ruhig noch einmal in Ruhe an, im Profil wird die Ähnlichkeit richtig deutlich.

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Das kann ich dem EV4 trotzdem abgewinnen

Auch wenn mir die Limousinen-Variante – das Aushängeschild des EV4 – so gar nicht gefällt, hat das Modell etwas für sich. Denn es bleibt ja nicht bei der Limousine:

Kia EV4 Schrägheck grau
Als Schrägheck-Variante macht der Kia EV4 schon viel mehr her – und ist auch noch ein echtes Plus für den europäischen Markt. (© Kia)

Als Schrägheck-Variante überzeugt der EV4 mich schon viel eher. Keine merkwürdigen, überstehenden Karosserieteile, keine gebrochenen Linien. Hier steht einfach ein schönes E-Auto, bei dem ich mich nicht bei jedem neuen Blickwinkel fragen muss, ob das noch das gleiche Auto ist.

Der EV4 Hatchback kommt elegant, jung und agil rüber. Er wirkt modern, aber nicht fremd, was vielen E-Autos zu Anfang im Weg steht. Auf den EV4 in dieser Version freue ich mich richtig. In der Präsentation und der Vermarktung von Kia steht aber die Limousine im Vordergrund – für mich eine klare Fehleinschätzung. Natürlich können sich Sehgewohnheiten auch ändern. Aber diese Hürde jetzt erst einmal nehmen zu müssen, das hat sich Kia mit dem EV4 als Limousine selbst eingebrockt.

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Die Fokussierung auf die Limousinen-Variante ist mir erstrecht ein Rätsel, weil die kürzere Version des EV4 das Potenzial hat, eine Lücke am Markt zu füllen. Der Kompaktwagen hat in Europa eine lange Tradition und viele Fans, trotz anhaltenden SUV-Booms. Ohne diese Fangemeinde wäre etwa VW der ID.3 noch in ganz anderem Ausmaß um die Ohren geflogen. Wer einen schönen und leistungsfähigen, kompakten Elektrowagen sucht, ist bisher arg eingeschränkt.

So schlimm steht es um den EV4 bei weitem nicht:

Ich sehe im Schrägheck-EV4 daher vor allem das E-Auto, das Volkswagen mit dem ID.3 und dem Cupra Born zeigen kann, wie Elektroautos für die Massen gemacht werden. Auch wenn er wohl kaum zu den günstigsten Stromern gehören wird – Kia kann Preis-Leistung, und zwar ordentlich, wie praktisch alle anderen Elektromodelle der Koreaner beweisen.

Optisch ist der EV4-Hatchback genau richtig, während er als Limousine meiner Meinung nach eine Randerscheinung bleiben wird. Übrigens: Wer sich den EV4 noch genauer ansehen will: Kia plant die große Premiere für den EV Day am 24. Februar. Bei YouTube könnt ihr reinschauen.

Zuletzt habe ich mir von Kia den EV9 genauer angesehen:

Kia EV9: Elektro-SUV mit Makel Abonniere uns
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