Anzeige
Anzeige
  1. GIGA
  2. Tech
  3. Mobility
  4. „Warum ist Tesla so schlecht?“ – Es steckt mehr dahinter als nur Elon Musk

„Warum ist Tesla so schlecht?“ – Es steckt mehr dahinter als nur Elon Musk

Elon Musk mit Kettensäge vor Tesla Supercharger – bearbeitet
Elon Musk tut seit Monaten sein Bestes, um den Karren an die Wand zu fahren. (© IMAGO / Supercharger: Bihlmayerfotografie / Elon Musk: Newscom / AdMedia / Will Oliver Pool / Bearbeitung: GIGA)
Anzeige

Seit Elon Musk als oberster Kostenschleifer in den USA jede Menge zu tun hat, geht es bei Tesla bergab. Die E-Autos stehen rund um den Globus wie Blei bei den Händlern – mal mehr, mal weniger extrem. Für Auto-Guru Ferdinand Dudenhöffer ist die Sache klar – und das Problem ist weit größer als nur der unbeliebte CEO.

Erfahre mehr zu unseren Affiliate-Links
Wenn du über diese Links einkaufst, erhalten wir eine Provision, die unsere redaktionelle Arbeit unterstützt. Der Preis für dich bleibt dabei unverändert. Diese Affiliate-Links sind durch ein Symbol gekennzeichnet.  Mehr erfahren.

Dudenhöffer packt aus: Das läuft falsch bei Tesla

Tesla schmiert immer weiter ab. Die Verkaufszahlen in Deutschland sind im Keller. In Europa ist der einstige Marktführer bei E-Autos in Ungnade gefallen. Viele – mich eingeschlossen – sehen die Verantwortung dafür im politischen Wirken von Tesla-Chef Elon Musk. Für den bekannten Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer steckt jedoch mehr dahinter.

Anzeige

„Tesla hat an Schwung verloren, die Autos sind langweilig geworden“, erklärt Dudenhöffer im Interview gegenüber n-tv. Inzwischen würden andere Marken und Hersteller den Ton angeben. „Die Innovationskraft bei Elektroautos liegt bei BMW, BYD oder Xiaomi.“

Die Langweile bei Teslas E-Autos hat Dudenhöffer zufolge klare Gründe: „Tesla kämpft mit einem einzigen Modell gegen Anbieter mit kompletten Modellreihen.“ Wer sich auskennt, wird sich wundern: Tesla bietet immerhin Model Y, Model 3, Model S und Model X im Pkw-Bereich an. Dazu kommt der Cybertruck, der außerhalb der USA allerdings keine Rolle spielt – und der derzeit von einem Komplett-Rückruf betroffen ist.

Anzeige

Dudenhöffers Argument ist trotzdem nicht von der Hand zu weisen. Denn bei Tesla konzentriert sich alles auf das Model Y. Allein dieses E-Auto macht drei Viertel der Tesla-Verkäufe aus – weltweit, wohlgemerkt. Dahingegen kommen Model S und Model X – ehemals die Aushängeschilder der Marke – in Deutschland auf nur je 13 Neuzulassungen. Laut n-tv sogar weniger als der absolute Luxushersteller Rolls-Royce hierzulande verkauft.

Teslas Stärke ist längst zum Problem geworden

Mit dem Model Y stellte Tesla zuvor das meistverkaufte E-Auto der Welt. Doch inzwischen ist der Verkaufsschlager in die Jahre gekommen. Eine minimale Überarbeitung des Modells gab es unter dem Codenamen Juniper gerade erst. Doch das reicht nicht, so Dudenhöffer. Bei E-Autos sind die Entwicklungszyklen viel kürzer geworden. Nach drei Jahren sei ein Modell, das anfangs technisch überlegen war, schon nicht mehr auf der Höhe. Genau da befindet sich Tesla.

Anzeige

Weil die Verluste kaum durch andere Modelle wettgemacht werden können, fehle dem reichsten Menschen der Welt bei seinem Autobauer das Geld. Deshalb, so Dudenhöffer, herrsche Sparzwang bei Tesla. Während Musk noch vor kurzem mit aggressiven Preissenkungen die ganze Branche unter Druck setzen konnte, sei jetzt kein Spielraum mehr übrig.

Auch für neue Modelle brauche es die Investitionen. Da passt es gut ins Bild, dass Musk erst kürzlich die Belegschaft in einem spontan nachts angesetzten Meeting darauf eingeschworen hat, keine Aktien zu verkaufen (Quelle: Frankfurter Rundschau). Es wäre ein weiteres schlechtes Signal.

Letztlich ist für Dudenhöffer aber vor allem eines klar:

Warum ist Tesla so schlecht? Weil die Wettbewerber besser sind! Die neuen Pioniere kommen aus China und heißen Xiaomi, BYD oder Li. Unternehmen voller Innovationskraft, die Tesla nicht nur in der Batterietechnik alt aussehen lassen.
Anzeige

Dass Elon Musk als Person für immer mehr Menschen zum Grund wird, auf keinen Fall einen Tesla zu kaufen, ist dabei nur ein Grund unter vielen. „Elon Musk tut alles, um die Sympathie von Tesla in eine ganz große Antipathie zu drehen“, so Dudenhöffer.

Er resümiert: „Der Niedergang wird zeitnah nicht zu stoppen sein. Tesla wird schrumpfen und nicht wachsen.“

Elon Musk nennt ein wahres Konzernimperium sein Eigen – noch gehören all diese Unternehmen dazu:

Elon Musks Unternehmen: Das sind die größten Projekte des Tesla-Chefs Abonniere uns
auf YouTube

Hat dir der Beitrag gefallen? Folge uns auf WhatsApp und Google News und verpasse keine Neuigkeit rund um Technik, Games und Entertainment.

Anzeige